Zu den Höhlen des Chaos

Die Helden feiern ihre glückliche Rückkehr aus dem Sumpf und beschließen am nächsten Morgen, Teile ihrer Beute zu verkaufen. Bettina und Gerald besuchen die Läden von Oleira und Ruckus. Bettina erhält 15 Goldstücke für ihre Laute. Wurde sie übervorteilt?

Diamanta, die am Brunnen Wasser holt, bekommt mit, wie die Bankierin Quink, eine rüstige Halblingsfrau, ein Gerücht weiterverbreitet, das Bauer Baldwin ihr am Morgen zugetragen hat. Als er seine Erlöse vom Markt zur Bank brachte, berichtete er, den steckbrieflich gesuchten Halbling Jacko auf der Straße in Richtung der Höhlen des Chaos gesehen zu haben. Die Helden beschließen, der Sache nachzugehen und ihren Feind zu ergreifen.

Sie machen sich erneut auf den Weg in Richtung der Höhlen des Chaos. Diesmal biegen sie jedoch nicht in den Sumpf ab, sondern marschieren durch verlassenes Land nach Norden. Nach einiger Zeit kommen sie an einem Bauernhof vorbei, der vermutlich während des Unabhängigkeitskriegs gebrandschatzt wurde. Alle suchen nach Spuren und stellen schließlich fest, dass sich einer der von der Straße abgewandten Räume in erstaunlich gutem Zustand befindet und offensichtlich als Versteck genutzt wird. Die Wände sind sauber, das Dach dicht, und es gibt deutlich weniger Spinnweben, als man in einer Ruine erwarten würde. Außerdem steht dort ein ordentliches Bett.

Diamanta schickt ihren Fledermäuserich Bammel zur Erkundung aus. Kaum ist er aufgestiegen, wird er vom Licht geblendet, das durch eine Luke im Dach fällt, stößt sich den Kopf und kehrt grummelnd zurück. Diamanta versorgt ihn fürsorglich mit einem kleinen Eispack.

Schließlich taucht Bauer Baldwin selbst auf, der den Nachbarhof bewirtschaftet und wissen möchte, was im alten Gehöft von Bauer Edwin vor sich geht. Er berichtet nochmals, den Halbling gesehen zu haben, jedoch nicht hier, sondern weiter nördlich auf der Straße in Richtung der Höhlen des Chaos. Er lädt die Gruppe ein, auf seinem Hof zu übernachten.

Die Familie bewirtet alle mit Suppe, Ale und Wasser. Von dieser Gastfreundlichkeit gerührt, schenkt Diamanta jedem Anwesenden – selbst dem Knecht – ein Goldstück. Damit gibt sie jedem ungefähr den Gegenwert einer Mahlzeit mit Übernachtung in einer Schenke von Geratewohl.

Am nächsten Morgen ziehen die Helden weiter in Richtung der Höhlen des Chaos. Unterwegs kann Diamanta von einem erhöhten Punkt aus den schmalen Taleinschnitt zwischen den schroffen, steingrauen Gebirgswänden erkennen. Doch sie sieht weder Rauch noch irgendein anderes Zeichen von Leben.

Als sie die Höhlen erreichen, finden sie zu ihrem Entsetzen mehrere Pfähle, auf denen aufgespießte Köpfe stecken. Unterhalb des Taleingangs bedecken sie die sterblichen Überreste mit Steinen und geben ihnen so eine notdürftige Bestattung.

Über ihnen öffnet sich der tiefe Taleinschnitt – eine gezackte Wunde im grauen Fels, stumm und reglos, als würde das Tal selbst die Eindringlinge beobachten.

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